Er zieht die Kreditkarte durch den dafür vorgesehenen Schlitz, bezahlt wird immer im Voraus, und fährt sich mit der selben, gerade um 90 Euro ärmer gewordenen Hand, durch das schüttere Haar. Im Schambereich gibt es bei ihm nichts schütteres, das wird auch die soeben mit Kreditkarte erworbene lustvolle Stunde feststellen. Er gibt ihr Geld, sie ihm Geschlechtsverkehr. Sie kann dann mit dem Geld etwas anfangen, es investieren, sich ein schönes Leben machen. Er kann sich vom Sex nichts kaufen, gekauftes ist hier schnell wieder verbraucht. Wie in eine Pinwand steckt er seine Einweg-Lust zur Erinnerung an unerledigtes, wie ein immer wiederkehrender Termin, eine sich regelmäßig wiederholende Triebbefriedigung. Wie das Riesenrad. Jede Kabine eine Frau, jede Runde ein Ticket. Ganz oben der Höhepunkt, ein auf körperliche Triebe reduzierter Orgasmus. Der Sehnsüchtige Ausblick auf die Stadt, der mit jeder Sekunde flacher wird, bis er letztendlich ganz schwindet, sich in der Lüge des kurzweiligen Ereignisses verliert.
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