Freitag, 5. Oktober 2007

A Note from Humanity(Brief an Sie, dt.)

Ich habe den Mächtigen dieser Welt ein Angebot zu machen. Aber keines jener „Angebote“, dass Regierungen reicher Länder jenen der Armen machen, kein Angebot des Teufels nach dessen Wüten man sich auch noch verschuldet, als ob arme Menschen für die Tatsache durch die Hand anderer arm geworden zu sein zahlen müssten. Mein Angebot ergibt sich aus dem Wissen, dass die Natur eines Menschen in gesunder und sorgenfreier Existenz und Co-Existenz mit seinen Mitmenschen liegt, und nicht in Hungersnöten, Kriegen und ständiger Angst vor dem nächsten Befreiungskrieg im Namen von Demokratie und Freiheit. Inwieweit der Irak heute „demokratisiert“ ist kann man jeden Tag an den Nachrichten ablesen, und um den „Demokratischen Irak“ in fünf Jahren zu erahnen braucht man kein „The Economist“ Jahresabonnent zu sein, denn während eines Bürgerkrieges geht man nicht wählen, man stirbt oder tötet, oder versteckt sich. Dass das „Land der Freiheit“ – die U.S.A. - heute kaum Entscheidungsfreiheit und Mitspracherecht für seine Bürger und Bürgerinnen bietet ist traurig aber wahr. Denn die Wahl zwischen zwei Politikern, hinter deren Fassade die gleiche US-Machtmaschinerie arbeitet lässt einem wenig Spielraum. Aggression hat Aggression zu Folge.

Ich wundere mich nicht, wenn ich Bomben höre, ich bin überrascht höre ich sie nicht.

Traurig ist es, dass zunehmend gewaltfreie Meinungskundgebungen von Regierungen unterdrückt und zerschlagen werden. Die Masse wird als Macht nicht mehr ernst genommen und Meinungen von Millionen von Menschen werden ignoriert. Die natürliche Erweiterung von ignorierten Gewaltfreien Demonstrationen wären gewalttätige Demonstrationen, für viele Palästinenser Terrorismus. 60 Jahre Israelische und Amerikanische Ignoranz haben ihre Wirkung.

Wer nicht hören will muss fühlen.

So gebt euch doch bitte die Hand ihr mächtigen unserer schönen Welt und bringt wieder Blumen in die Träume unserer Kinder. Legt alle gleichzeitig eure Waffen nieder und ihr werdet sehen wie gut die Welt ohne Uranium duftet. Ich träume von einer Welt in der es möglich ist Mensch zu sein ohne die sterbende andere Hälfte ignorieren zu müssen. Denn darum geht es letztendlich, darum Mensch zu sein, ein Leben zu leben ohne die Hälfte der Familienmitglieder in einer Hungersnot zu verlieren, ohne ein Bein an das Maul einer vom langen herumliegen hungrig gewordenen Tretmine zu verlieren.

Wir wollen leben. Alle! Nicht nur jene Länder die von den Früchten der korporativen Globalisierung speisen, auch jene die von ihr ausgebeutet werden. Seit den 70er Jahren gibt es genügend Nahrung auf der Welt um jeden Menschen zu ernähren. Kommunaler Verstoß gegen das Menschenrecht auf Nahrung, und jeder von uns ist schuld so lange wir schweigen. Es ist Zeit sich zu bewegen, zu schreiben, zu schreien und zu erzählen. Es gibt unzählige Möglichkeiten sich zu engagieren. Mit Kunst, Musik und Literatur erreicht man viele Menschen, man erreicht ihre Herzen. Leben wir unseren Widerstand und versuchen wir nicht weiter in einer Zwangsillusion zu leben, die Wahrheit ist nicht angenehm ich weiß.

Boykottiert Produkte von CocaCola, Procter&Gamble und Mc Donalds. Versucht mit wenig Öl und Benzin auszukommen. Kauft FairTrade Produkte – die großen Konzerne, vor allem U.S. Amerikanische, so weit als möglich meiden! Denn sie haben Teil am traurigen Spiel mit unserer Welt. Wir sollten beginnen, diese großen Konzerne zu meiden, denn sie sind es, die uns die Demokratie stehlen. Die Internationale Wirtschaft trifft ihre eigenen Entscheidungen, abseits von Demokratie und Menschenrechten. Bildet euer Bewusstsein darüber, dass uns Bürgern und Bürgerinnen unser kommunales und individuelles Mitbestimmungsrecht und unser Recht angemessen zu leben zunehmend beschnitten wird. Im Moment scheint die Nordhalbkugel die privilegiertere zu sein, doch Weltreiche kommen und gehen lehrt uns die Geschichte, und ich spüre ihn, den Wind des Umbruchs. Ich kann ihn sehen in Südamerika, im Nahen Osten und in den Köpfen vieler Menschen. Ich spüre ihn jeden neuen Tag an dem ich hinnehmen muss, dass wieder Tausende von Menschen an Unterernährung, AIDS, Krieg oder Sanktionen sterben ( 2 Millionen Kinder erlagen den Wirtschaftssanktionen gegen den Irak).

Ich spüre den Widerstand in mir.

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